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Verdacht auf Alzheimer:
Was tun?

Besteht aufgrund der beobachteten Anzeichen ein Verdacht auf Alzheimer, sollte man rasch handeln. Eine frühzeitige Diagnose und die richtige Behandlung können die Symptome lindern und den Krankheitsverlauf um ein bis zwei Jahre verzögern. Also: So schnell wie möglich zum Arzt!

 

1. Zum Hausarzt

Zunächst sollte der Hausarzt aufgesucht werden, da er den Betroffenen, meist auch die Angehörigen und eventuell vorhandene Vorerkrankungen kennt. Aufgrund der Schilderungen des Betroffenen und der Angehörigen kann eine erste Diagnose erstellt werden. Die Mini-­Mental-Status-Examination (MMSE) kann eine Klärung bringen.

Die Mini-Mental-Status-Examination (MMSE)

Der Test dient einer ersten Abklärung des Verdachts auf Demenz. Er umfasst neun Aufgabenbereiche. Überprüft werden die Merk- und Erinnerungsfähigkeit, die zeitliche und räumliche Orientierungsfähigkeit, das Sprechen und das Sprachverständnis, Lesen, Schreiben, Zeichnen, Rechnen. Fragen werden gestellt wie: "Welches Jahr haben wir?" Auch Handlungen sind auszuführen wie ein Blatt Papier mit der rechten Hand nehmen, in der Mitte falten und auf den Boden legen. Der Test dauert ca. 10 Minuten. Für jede richtig erfüllte Aufgabe wird ein Punkt vergeben. Bei weniger als 27 von maximal 30 Punkten liegt eine Beeinträchtigung vor, weniger als 20 Punkte weisen auf eine Demenz hin, weniger als 10 Punkte auf eine schwere Demenz.

 

2. Zum Facharzt

Erhärtet sich bei der Untersuchung beim Hausarzt der Verdacht auf Demenz, muss in einem nächsten Schritt ein Facharzt für Neurologie und/oder Psychiatrie oder eine Gedächtnisambulanz (Adressen im Serviceteil) aufgesucht werden. Er führt verschiedene Denkleistungstests durch sowie Untersuchungen, die klären, welche Ursachen die Vergesslichkeit hat. Dafür notwendig sind Laboruntersuchungen (Blutbild, Elektrolyte, Nierenfunktion, Leberfunktion, Blutzucker, Schilddrüsenfunktion, Vitamin B 12-Konzentration u. a.) sowie eine Magnetresonanztomographie oder Computertomographie des Gehirns.
Andere Ursachen für die Vergesslichkeit können sein: Die altersbedingte Vergesslichkeit, Störungen des Stoffwechsels, Schlaganfälle, Gehirnverletzungen, Gehirntumore, Depressionen und andere mehr.

Ich beschloss mich an Fachleute zu wenden. (...) In zahlreichen Gesprächen zeigte sich, wie schwer meiner Frau Antworten auf die einfachsten Fragen fielen. Fragen wie "Wann und wo wurden Sie geboren?", "Wie heißen Ihre Eltern?" (...) konnte sie noch beantworten, doch dann reagierte sie auf Fragen wie (...) "Welcher Wochentag ist heute?" mit dem Vorwurf an mich, warum die Ärzte sie so was fragen. "Ich bin doch kein Kind", regte sie sich auf. "Ich werde nicht mehr antworten." Danach brachte man kein Wort mehr aus ihr heraus.

Herr E. über seine an Alzheimer erkrankte Frau, aus dem Buch "memories"