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Mehr als vergesslich:
Wie erkenne ich Alzheimer?

Wenn täglich und über mehrere Monate die Hälfte der Dinge (10 von 20) vergessen werden, die man sich merken wollte, sollte man dies als Alarmzeichen werten und darauf achten, ob auch andere Symptome auftreten wie:

Gedächtnisstörungen

  • Was habe ich gestern gemacht?
    Erlebnisse aus der jüngeren Vergangenheit werden in der Erinnerung durcheinandergebracht oder sind vergessen.

  • Das war doch der …?
    Das Namensgedächtnis lässt nach.

  • Sie erreichen mich unter 0650/48 …
    Das Nummerngedächtnis lässt nach.

 

Sprachstörungen

  • Wie sagt man zu dem Dings da…?
    Wortfindungsstörungen treten auf.

  • Ich ziehe mir noch schnell die Suppe an.
    Gemeint ist die Jacke. Die Wortwahl ist gestört.

  • Ich bin blöd.
    Es kommt zu Äußerungen, mit denen niemand rechnet.

 

Beeinträchtigung der Alltagsfähigkeiten

  • Ich habe mir die Zähne doch schon geputzt!
    Die Körperhygiene wird vernachlässigt.

  • Brauche ich jetzt Mehl oder Öl?
    Das eigenständige Zubereiten von Mahlzeiten gelingt nicht mehr.

  • Was sind Socken?
    Probleme beim Anziehen treten auf.

 

Andere Denkleistungsstörungen

  • Was haben die mir geschrieben?
    Es kommt zu einer Beeinträchtigung der Fähigkeit zu lesen.

  • Wie geht das noch?
    Die Fähigkeit, zu schreiben, lässt nach.

  • Fünf mal drei ist 32.
    Das Kopfrechnen funktioniert nicht mehr.

  • Ist es Nachmittag oder Abend?
    Zeitliche Desorientierung tritt auf.

  • Ich wollte doch nach Hause und nicht in den Supermarkt!
    Es kommt zur örtlichen Desorientierung.

 

Verhaltensstörungen und Wahnvorstellungen

  • Ein Mann war in meiner Wohnung und hat mir das ganze Geld gestohlen.
    Wahnvorstellungen treten auf und gehen mit Angstgefühlen, Unruhe, panischem und aggressivem Verhalten, Verwirrtheit und Depressionen einher.

Er möchte sich über seine Eltern unterhalten und glaubt, sie wären hier, eben nur ausgegangen. Die vor 20 Jahren verstorbene Mutter, die ich gut kannte, "hat ja gekocht". Heute denke ich: Wie konnte ich nur so vernagelt sein wie zu jener Zeit und nicht zum Neurologen gehen. Man weiß zu wenig (...).

Frau C. G. über ihren an Alzheimer erkrankten Freund, aus dem Buch "memories"