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Es ist Alzheimer:
Was jetzt?

Je früher die Behandlung beginnt, desto besser. Das heißt, dass die Symptome gelindert werden können und der Krankheitsverlauf um ein bis zwei Jahre verzögert werden kann. Heilbar ist Alzheimer nicht. Zur Therapie gehören regelmäßige, im Abstand von drei bis sechs Monaten vorgenommene klinische Kontroll-Untersuchungen beim Hausarzt und/oder Facharzt. Folgende Therapien werden angeboten:

 

1. Medikamentöse Therapie

Die Behandlung hat zum Ziel, Boten­stoffe im Gehirn zu stärken, die für
die Nachrichtenübermittlung zuständig sind, sowie Nervenzellen zu schützen. Gegeben werden Kapseln oder Tropfen. Jetzt gibt es auch Pflaster, die über die Haut wirken und die Wirkstoffe über einen längeren Zeitraum schonend abgeben. Treten als Begleiterscheinung der Alzheimer-Erkrankung Depressionen, Schlafstörungen, Unruhezustände oder Wahnvorstellungen auf, die zur Selbst- und Fremdgefährdung führen, werden auch diese medikamentös behandelt.

 

2. Nicht-medikamentöse Maßnahmen

Begleitend zur medikamentösen Alz­heimer-Therapie gibt es verschiedene Formen von Gedächtnistraining in der Gruppe oder am Computer, eine Musiktherapie (Singen, Instrumente spielen), eine Tanztherapie, eine Kunsttherapie, Bewegungstherapien wie Gymnastik oder anderer Sport.
Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen konnte bislang zwar nicht wissenschaftlich bewiesen werden, doch zeigt sich in der Praxis, dass sie das Wohlbefinden der Patienten  steigern können.

 

3. Risikofaktoren erkennen und beeinflussen

Begleitend zur medikamentösen und nicht-medikamentösen Therapie ist empfehlenswert, die Risikofaktoren für die Demenz-Erkrankung zu beeinflussen. Das sind vor allem: Zuckerkrankheit, Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte. Nicht beeinflussbare Risikofaktoren sind: das Alter (nach dem 60. Lebensjahr steigt das Risiko, an Alzheimer zu erkranken), das Geschlecht (Frauen erkranken doppelt so häufig an Alzheimer-Demenz wie Männer, was u. a. auf ihre höhere Lebenserwartung und den Hormonstatus zurückgeführt wird). Auch genetische Faktoren spielen eine Rolle.

Es wurde die Kombination mehrerer Medikamente besprochen, die die Krankheitsausbildung verzögern sollten. Zur Mobilisierung der verbliebenen Gehirn-Ressourcen sollte meiner Frau Mascha ein computer - basiertes Gedächtnistraining dienen, zweimal pro Woche für je 45 Minuten.

Herr E. über seine an Alzheimer erkrankte Frau, aus "memories"