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Wissenswertes

 

Was ist Demenz?

Demenz ist eine Erkrankung des Gehirns. Bei 60 bis 80 Prozent aller Demenzerkrankungen ist Alzheimer die Ursache für die Erkrankung. Dabei ist die Kommunikation zwischen den Nervenzellen gestört, nach und nach sterben Nervenzellen ab. Das zuletzt Erlernte wird zuerst verlernt. Bei 15 bis 20 Prozent ist die Ursache der Demenz eine chronische Hirndurchblutungsstörung (vaskuläre Demenz). Bei 7 bis 20 Prozent geht die Demenz auf Einschlüsse in den Nervenzellen zurück (Demenz mit Lewy-Bodies), bei 1 bis 2 Prozent auf andere krankhafte Veränderungen im Gehirn ("frontale Demenz"). Mischformen sind häufig. Viele demenzielle Erkrankungen äußern sich durch die beschriebenen Symptome (Gedächtnis-, Sprachstörungen u. a.), unterscheiden sich aber in der Behandlung. So benötigt z.B. eine vaskuläre Demenz eine andere medikamentöse Therapie als Alzheimer. Daher ist es wichtig, die Ursachen für die Demenz ärztlich abklären zu lassen.

 

Demenz oder Depression?

Störungen der Konzentrations- und Merkfähigkeit sowie der Aufmerksamkeit können auch Anzeichen einer Depression sein. Tatsächlich hat etwa ein Drittel der Patienten, die mit Verdacht auf Alzheimer ärztlich untersucht werden, "nur" eine Depression, die sehr gut mit Medikamenten und bei Bedarf mit einer Psychotherapie ausgeheilt werden kann. Mit den Fortschritten in der Behandlung der Depression bessern sich auch die Gedächtnisleistungen wieder.

 

Welchen Verlauf nimmt die Krankheit?

Die Alzheimer-Erkrankung ist gekennzeichnet durch einen geistigen Abbau, der ein Spiegelbild des geistigen Aufbaus ist. Das heißt, dass das zuletzt Erlernte zuerst vergessen wird. Wie schnell der Abbau vor sich geht, ist individuell verschieden. Doch Personen, die vor der Erkrankung ihr gesamtes Leben lang geistig rege waren, können den Gedächtnisverlust lang kompensieren.

 

Alzheimer: Wer hat’s entdeckt?

Alois Alzheimer, der Entdecker der nach ihm benannten Krankheit, war ab 1888 Nervenarzt an der "Städtischen Anstalt für Irre und Epileptische" in Frankfurt am Main. Er beschäftigte sich intensiv mit der Suche nach den Ursachen für Geisteskrankheiten und untersuchte dafür die Gehirne verstorbener Patienten. Ab 1901 verfolgt er die Krankheitsgeschichte der 51-jährigen Auguste Deter. Sie ist zu diesem Zeitpunkt extrem vergesslich sowie zeitlich und räumlich orientierungslos, und sie hat Sprach- und Schreibstörungen. Als die Frau 1906 stirbt, untersucht er ihr Gehirn und entdeckt Veränderungen in Form von groß flächig abgestorbenen Hirnzellen und Eiweißablagerungen in der Hirnrinde. Ab 1910 werden diese Veränderungen in den Lehrbüchern als typisch für den "Morbus Alzheimer" beschrieben.

 

Zukunft Alzheimer-Impfung

Noch in Entwicklung ist die so genannte Alzheimer-Impfung (aktiv und passiv). Die Aktiv-Impfung soll durch eine Stimulierung des Immunsystems den Zustand des Erkrankten nicht nur stabilisieren, sondern vielleicht sogar verbessern. Das soll dadurch erreicht werden, dass Antikörper die körpereigenen Alzheimer-Eiweiße (A-Beta) abfangen und beseitigen, die sich im Gehirn abgelagert haben und die Krankheit mitverursachen. Derzeit werden weltweit zahlreiche Impfstudien durchgeführt. In einigen Jahren wird man wissen, ob hält, was die Impfung verspricht.

 

Validation – Was ist das?

Die so genannte Validation gilt als derzeit bestes Konzept für den Umgang mit Alzheimer-Patienten. Sie wurde von der amerikanischen Alternsforscherin Naomi Feil in den Jahren 1963 bis 1980 entwickelt. Feil selbst beschrieb ihre Methode als "einfühlsame Kommunikation". Sie basiert auf einer wertschätzenden Geisteshaltung, mit der Betreuer Alzheimer-Kranken gegenübertreten. Dabei werden Wahnvorstellungen und andere Verhaltensweisen, die überraschend auftreten, nicht verurteilt, sondern als zugehörig zur Welt des Patienten akzeptiert. So fassen die Erkrankten Vertrauen zu den Betreuenden, ihre Ängste und Unruhegefühle lassen nach.